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Donnerstag, den 06. Mai 2010 um 17:23 Uhr |
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Mit den Stimmen der Regierungskoalition wurden heute im Bundestag die Kürzungen der Solarförderungen mit der Annahme der Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes beschlossen. Der sächsische Bundestagsabgeordnete Stephan Kühn, Sprecher der „Arbeitsgruppe Ost“ von Bündnis 90/Die Grünen erklärt hierzu:
„Einer der wichtigsten ostdeutschen industriellen Kerne ist die Solarbranche mit ihrem ausgeprägten Cluster „Solarvalley Mitteldeutschland. Rund 50.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Ostdeutschland sind in der Photovoltaikbranche beschäftigt. Die unbedachte Absenkung der Förderung dieser Zukunftsbranche gefährdet somit ein wichtiges Standbein des Aufbau Ost! Das ostdeutsche Abgeordnete der Regierungskoalition, insbesondere sächsische CDU-Abgeordnete diese Arbeitsplätze durch ihre vorbehaltlose Zustimmung gefährden, ist äußerst bedauerlich.
Diese Kürzungen treffen nicht nur die Modulhersteller, sondern auch den sächsischen Mittelstand: die Arbeitsplätze von Elektromeister, Heizungsbauer, Dachdecker und Solarparkbetreibern sind direkt oder indirekt von diesen Kürzungen betroffen. Im schlimmsten Fall verdanken wir als Resultat dieser schwarz-gelben Industriepolitik, dass eine saubere, ostdeutsche Zukunftsbranche zugunsten einer Exportpolitik für chinesische Photovoltaikprodukte geopfert wird.
Ideologie steht nun anscheinend vor Argumenten: Die schwarz-gelbe Koalition setzt ihren Angriff auf die regenerativen Energien und Klimaschutz fort. Neben den Kürzungen bei der Solarbranche bleibt die Regierungskoalition bei der Sperre des Marktanreizprogramms (MAP). Das Programm fördert Klimaschutz und private Investitionen, stärkt handwerkliche Betriebe und sichert Arbeitsplätze. Durch jeden Förder- Euro werden rund sieben Euro private Investitionen ausgelöst. Allein durch die zusätzlich erwarteten Mehreinnahmen fließt deutlich mehr Geld in die Staatskasse zurück als ursprünglich vom Staat gefördert wurde. Für Atom und Kohle werden Arbeitsplätze in den Branchen regenerativer Energien geopfert und die ostdeutschen Bundesländer werden davon besonders betroffen sein.“ |