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Donnerstag, den 17. Juni 2010 um 12:19 Uhr |
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In der Antwort auf eine Kleine Anfrage zu den Schienenprojekten im Freistaat Sachsen bestätigt sich für die sächsischen Bahnprojekte, was sich bei Bekanntwerden der „Streichlisten“ der Deutschen Bahn AG im Frühjahr bereits abzeichnete: Selbst wichtige Vorhaben sind nicht mit einer ausreichenden Finanzierung ausgestattet, so dass die Bundesregierung bei laufenden Bauprojekten wie der bedeutenden Fernverkehrsverbindung Dresden – Berlin keinen Fertigstellungstermin und bei der noch nicht begonnenen Gütermagistrale Hoyerswerda – deutsch-polnische Grenze keinen Termin für den Baubeginn nennen kann.
Dazu erklärt Stephan Kühn, sächsischer GRÜNEN-Abgeordneter und Mitglied des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages:
„Selbst für die erste Baustufe der Fernverkehrsstrecke Dresden – Berlin, die zunächst den Ausbau für eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h vorsieht, kann der Bundesverkehrsminister keinen Fertigstellungstermin angeben, weil immer noch 213 Millionen Euro fehlen. Für die zweite Baustufe, die den Ausbau auf 200 km/h beinhaltet, sind noch einmal 217 Millionen Euro aufzubringen. Dabei birgt die Verbindung von der Elbe an die Spree hohes Potential für die Verkehrsverlagerung auf den umweltfreundlichen Schienenfernverkehr. Zwingende Voraussetzung für attraktive Angebote zwischen Dresden und Berlin sind allerdings konkurrenzfähige Reisezeiten gegenüber dem Auto und davon sind wir weit entfernt. Ein Eurocity oder ICE benötigt derzeit für die Fahrt von der sächsischen Landeshauptstadt in die Bundeshauptstadt zwei Stunden und 16 Minuten – ein neuer Tiefpunkt in der Geschichte der Berlin-Dresdener Bahn. Dampflokbespannte D-Züge legten die Strecke in den 30er Jahren in einer Stunde und 40 Minuten zurück.
Der Ausbau der Sachsen-Franken-Magistrale ist zwar schon weiter fortgeschritten, allerdings klafft zwischen Reichenbach im Vogtland und Nürnberg immer noch eine Elektrifizierungslücke. Mit der jetzt vereinbarten Elektrifizierung des Abschnitts Reichenbach – Hof ist zwar ein wichtiger Schritt getan. Es fehlt aber immer noch die Finanzierungsvereinbarung für das Ausbauprojekt.
Bundesminister Peter Ramsauer muss jetzt zügig die Finanzierung des 110 Millionen Euro umfassenden Projekts wasserdicht machen, denn sonst drohen Mittel des Konjunkturpakets II zu verfallen.
Bisher noch nicht begonnen wurde mit dem zweigleisigen Ausbau und der Elektrifizierung der wichtigen Gütermagistrale von Hoyerswerda über Horka bis zur deutsch-polnischen Grenze. Die Strecke soll vor allem dem internationalen Schienengüterverkehr dienen und ermöglicht als Ost-West-Magistrale die Umgehung von größeren Knotenbahnhöfen. Das Ausbauvorhaben erreicht im Bundesverkehrswegeplan mit 22,2 das beste Nutzen-Kosten-Verhältnis aller Schienenprojekte. Mit dem Bahnausbau in der Lausitz werden die dringend notwendigen Kapazitäten für die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene geschaffen. Es grenzt an Politikversagen, wenn ein Vorhaben mit nachweislich hohem volkswirtschaftlichem Nutzen immer wieder auf die lange Bank geschoben wird. Während über die Autobahn 4 bei Görlitz 40-Tonner seit mehr als zehn Jahren auf einer neuen Asphaltpiste über die Grenze rollen, quälen sich Güterzüge zwischen Osteuropa und Deutschland über eingleisige und nicht elektrifizierte Strecken. Dabei hat die polnische Seite ihre Hausaufgaben zur Schaffung einer europäischen Verkehrsachse erledigt: Bereits im Jahr 2006 stellte Polen den Ausbau fertig.
Dass 20 Jahre nach Öffnung der Grenzen und sechs Jahre nach dem EU-Beitritt Polens der Ausbau dieser wichtigen Güterverkehrsstrecke nicht terminiert ist, spiegelt den niedrigen Stellenwert wieder, den der Schienengüterverkehr in der Verkehrspolitik der Bundesregierung spielt. Um die für den Freistaat wichtigen Schienenprojekte endlich voranzutreiben, müssen Straßenbaumittel zugunsten des energieeffizienten und zukunftsträchtigen Verkehrsträgers Bahn umgeschichtet werden.
Wir haben in Sachsen eine Reihe von Straßenprojekten mit hohen Baukosten und geringem Nutzen wie beispielsweise der Bau der B 178, B 172 (Ortsumgehung Pirna) , B 93 oder die B 6n durch die Dübener Heide.“ |
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Donnerstag, den 17. Juni 2010 um 12:17 Uhr |
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Nach Informationen des aus Sachsen stammenden Staatssekretärs im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Jan Mücke (FDP) soll die Städtebauförderung im Sparpaket der Bundesregierung von derzeit 615 Mio. Euro (2010) um 305 Mio. Euro im nächsten Jahr gekürzt werden. Dazu erklärt der sächsische GRÜNE-Bundestagsabgeordnete Stephan Kühn, Sprecher für Baupolitik:
Im Sparpaket der Bundesregierung werden die Fördermittel für die Stadtentwicklung halbiert. Betroffen sind Städtebauprogramme wie Stadtumbau Ost und Soziale Stadt. Damit geht den Kommunen die Planungsgrundlage für ihre Stadtentwicklungsmaßnahmen verloren. Angesichts geschätzter 1 Mio. leerstehender Wohnungen und einer durch demografische Entwicklung bevorstehenden zweiten Leerstandswelle ist die Bildung von weiteren sozialen Brennpunkten absehbar, weil Gelder für die Aufwertung von benachteiligten Quartieren fehlen. Neue Projekte werden damit unmöglich. Nach Aussage des Parlamentarischen Staatssekretärs Jan Mücke (FDP) müssen beantragte Mittel für Projekte über einen längeren Zeitraum gestreckt werden. Die Konsequenzen für die betroffenen Kommunen sind katastrophal. Das Mücke die Kürzungen als verantwortbar bezeichnet, lässt an seiner fachlichen Kompetenz zweifeln.
Bei wichtigen Vorhaben in Sachsen wird damit die Finanzierung gefährdet. In Dresden sind für die Sanierung des Kulturpalastes Städtebaufördermittel eingeplant. In Chemnitz sollen im Gründerzeitviertel Sonnenberg und am Brühl-Boulevard in Innenstadtnähe wichtige Revitalisierungsmaßnahmen durchgeführt werden. In Leipzig ist das Projekt „Lindenauer Hafen“ in Gefahr.
Im Gegensatz zur Verkehrsinfrastruktur, die ausschließlich vom Bund zu finanzieren sei, gäbe es im Bereich Stadtentwicklung neben dem Bund auch die Länder und die Kommunen die die Finanzierung übernehmen könnten, so Jan Mücke. Die finanzielle Situation der Kommunen ist jedoch, wie inzwischen eigentlich jeder weiß, desolat. Die Kürzungen in der Städtebauförderung sind nicht hinnehmbar.
Bündnis 90/Die Grünen setzen sich auch in Zukunft für eine nachhaltige Stadtentwicklungspolitik ein und für eine Städtebauförderung, die diesen Namen auch verdient. |
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Donnerstag, den 10. Juni 2010 um 12:09 Uhr |
Notwendige Haushaltskonsolidierung heißt, auf kluges Investieren und Gestalten zu setzen, gleichzeitig generationsgerecht die öffentlichen Finanzen zu sanieren. Das Ergebnis der Sparklausur der Koalition bleibt deutlich hinter diesen Anforderungen zurück. Gleichzeitig weist das Paket eine gefährliche soziale Schieflage aus. Gekürzt wird bei Familien (Elterngeld) und den sozial Schwachen (Arbeitsmarktpolitik). Gekürzt wurde dort, wo am wenigsten Widerstand zu erwarten ist. Notwendig wäre ein deutliches Signal für den ökologischen Aufbruch und das Aufsprengen verkrusteter Strukturen. Die Bundesregierung beabsichtigt zwar, bei den Subventionen rund eine Milliarde Euro zu streichen, dies ist aber Anbetracht von 48 Milliarden Euro ökologisch schädlicher Subventionen zu wenig. Die ökologische Verschuldung geht weiter (Kohlesubventionen, Energiesteuerbefreiung für Kerosin), Probleme werden in die Zukunft verschoben. Neben konsequentem Subventionsabbau müssen Spitzenverdiener und die Vermögenden zur Kasse gebeten werden. Der Spitzensteuersatz muss nach oben und wir brauchen eine Vermögensabgabe. Auf all dies hat sich die schwarz-gelbe Koalition nicht herangewagt. Das Paket spart weitgehend bei den Schwachen. Klientelgeschenke, wie der ermäßigte Mehrwertsteuersatz bei Hotelübernachtungen bleiben erhalten.
Stephan Kühn
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Donnerstag, den 10. Juni 2010 um 07:25 Uhr |
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Zur Ankündigung von Bundesbauminister Peter Ramsauer in der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, dass in Folge der Sparbeschlüsse weitere KfW-Mittel für die energetische Gebäudesanierung gestrichen werden, erklären Stephan Kühn, Sprecher für Baupolitik, und Daniela Wagner,
Sprecherin für Wohnungspolitik:
Von den KfW-Programmen profitiert nicht nur das Klima, sondern vor allem auch Bauherren, Handwerker und kleine Unternehmen. Ein Euro öffentliche Mittel löst neun Euro private Investitionen aus. Das gesamte Investitionsvolumen sichert mehr als 300.000 Arbeitsplätze. Bereits dieses Jahr reichen die bereitgestellten Mittel nicht aus, die Nachfrage zu decken. Deshalb werden jetzt die Konditionen verschlechtert und damit die Investitionsanreize reduziert. Im Ergebnis der Sparbeschlüsse der Regierungskoalition steht 2011 nur noch ein kläglicher Restbetrag von 400 Millionen Euro zur Verfügung. Geplant waren 879 Millionen Euro.
Anders als behauptet, würgen die schwarz-gelben Streichbeschlüsse die Konjunktur ab, denn sie bremsen Investitionen in die energetische Gebäudesanierung und gefährden Arbeitsplätze bei Handwerkern und kleinen Unternehmen.
Wir fordern die Bundesregierung auf, die Streichung der Mittel für energetisches Bauen und Sanieren zurückzunehmen und stattdessen stärker die umweltschädlichen Subventionen – nach Aussagen des Umweltbundesamtes insgesamt 48 Milliarden Euro – zu reduzieren. Die Kürzung des CO2-Gebäudesanierungsprogrammes verschärft die ökologische Verschuldung des Landes und widerspricht den Klimaschutzzielen.
Hintergrund:
Im Jahr 2009 hat das CO2-Gebäudesanierungsprogramm (Energieeffizientes Bauen und Sanieren) eine Fördersumme von 2,2 Milliarden ausgegeben. Damit wurden private Investitionen von 18,335 Milliarden befördert. Dieses Jahr (Stand: 15. Mai 2010) wurden bereits 742 Millionen Euro abgerufen. Damit das Geld bis Jahresende überhaupt reicht, werden jetzt nach Ministeriumsaussagen die Zinssätze verschlechtert und die Tilgungszuschüsse reduziert werden.
Ein Drittel der Gesamtenergie in Deutschland wird im Gebäudebereich verbraucht und 20 Prozent der CO2-Emmissionen. Nur mit einer Aufstockung der Mittel für die energetische Sanierung kann das Klimaschutzziel mit einer CO2-Einsparung von 40 Prozent bis 2020 erreicht werden. Durch das CO2-Gebäudesanierungsprogramm und die KfW-Programme für energieeffizientes Bauen konnten in den Jahren 1997-2009 etwa 7,3 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Die Deutsche Energieagentur (DENA) fordert eine jährliche Finanzausstattung des CO2-Gebäudesanierungsprogramms in Höhe von 5 Milliarden Euro, damit die Sanierungsquote von derzeit 0,7 Prozent auf die notwendigen 3 Prozent gesteigert werden kann. |
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Mittwoch, den 09. Juni 2010 um 15:05 Uhr |
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UNGER DIFFUTHERM stellt selbst entwickelte Dämmsysteme für Häuser aus dem natürlich nachwachsenden Rohstoff Holz (Holzfaser) her. Der Juniorchef Normen Unger erläuterte die Vorzüge der speziellen Holzfaser-Sandwich-Dämmplatten als Rundumschutz für Gebäudehüllen. Sofort wurde klar, dass ein Durchbruch am Dämmstoffmarkt geschaffen ist, der ein Zeitalter des Umdenkens in dieser Branche einläutet. Gegenwärtig zeugen viele Referenzobjekte im Neubau-, Bestands- und Modernisierungsbereich in Deutschland und ganz Europa davon, dass mehr und mehr Bauherren die Vorzüge dieser Dämmlösung erkennen, die wegen der intelligenten, atmungsaktiven und diffusionsoffenen Hülle Gesundheitsschutz (kein Schimmel, kaum Elektro-Smog, Verträglichkeit für Allergiker) Schallschutz, Wärmedämmung und eine gute baubiologische Abbaubarkeit bieten. Besonders interessant ist der Einsatz für Altbau und denkmalgeschützte Gebäude und Fachwerkhäuser, weil sich die Platten lückenlos an jeden Untergrund anschmiegen und verstellbar sind. Der Unternehmensleiter Bernd Unger berichtete vom Alleinstellungsmerkmal seiner Erfindung u.a. auch als besondere Energiesparmaßnahme - den vielen Widerständen bei Zulassungsverfahren - den Schwierigkeit auf diesem Markt. Umso mehr verwundert es, dass es gemessen an der Gesamtproduktion viel zu wenig Abnehmer in unserem Freistaat Sachsen gibt und ein so lebensstarkes Unternehmen an welchem von der Wirtschaftskrise nichts zu spüren ist, in seinem Potential nicht erkannt wird. Der Betrieb könnte erweitert und die Fertigungskapazität stark ausgebaut werden. Das Nadelholz, welches als Restmaterialnutzung aus anderen Mittelgebirgen geliefert wird, sollte eigentlich aus dem Erzgebirge kommen. Denn langen Fahrwege sind teuer und umweltschädlich und Arbeitsplätze werden auch bei uns gebraucht. Vieles ist zu tun, um ein so innovatives und umweltfreundliches Unternehmen zu erweitern, ich werde es dabei unterstützen und mich für eine Förderung nachwachsender Rohstoffe für die Dämmung von Gebäuden einsetzen.
Internet:www.unger-diffutherm.com |
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Mittwoch, den 09. Juni 2010 um 14:41 Uhr |
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Trotz jahrelanger Bekundungen schließt der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Ferlemann den Elbeausbau offenbar nicht mehr aus. In einem rrb-Interview (Sendung OZON vom 07.06.2010) bringt er die Prüfung des Ausbaus der Elbe zu einer leistungsfähigen Wasserstraße ins Spiel, sollten die Maßnahmen zur Unterhaltung der Elbe für die Belebung der Binnenschifffahrt nicht ausreichen. Dazu erklärt Stephan Kühn, Sprecher für Baupolitik:
Anders als Ferlemann behauptet, ist die Frage, ob die Elbe ausgebaut wird, eine politische Entscheidung und nicht lediglich die eines Planfeststellungsverfahrens. Nach dem Hochwasser 2002 wurde das Elbe-Ausbau-Moratorium verhängt, um weitere schädliche Eingriffe in die Flusslandschaft und Überschwemmungsgebiete zu verhindern.
Ich fordere die Bundesregierung auf, sich klar gegen den Ausbau der Elbe auszusprechen, insbesondere auch dann, wenn dem Bundesverkehrsministerium endlich klar werden sollte, dass die aktuellen Baumaßnahmen an der Elbe weder eine 1,60 m Fahrrinnentiefe herstellen können, noch zur Belebung der Binnenschifffahrt beitragen.
Schon seit Jahren weisen die Kritiker von Baumaßnahmen an der Wasserstraße Elbe darauf hin, dass sich die angestrebte Fahrrinnentiefe von 1,60 m nicht durch reine Unterhaltungsmaßnahmen herstellen lässt. Bereits heute bedingt der Klimawandel einen deutlichen Wassermangel im Elbeeinzugsgebiet, der sich in Zukunft noch verschärfen wird, so auch die Aussage in einem Gutachten des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung.
Kurz vor dem Abschluss der Beseitigung der Schäden des Hochwassers 2002 an der Bundeswasserstraße Elbe scheint es Ferleman zu schwanen, dass die Unterhaltungsmaßnahmen nicht die gewünschte Wirkung zeigen. Statt nun über den Elbeausbau nachzudenken oder weiter auf gut Glück Millionen in Unterhaltung der Elbe zu investieren, müssen endlich sämtliche Baumaßnahmen auf den Prüfstand. |
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Montag, den 07. Juni 2010 um 08:18 Uhr |
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„Kein Kiesabbau am Berzdorfer See!“ - Darin waren sich die rund 70 Teilnehmer der Veranstaltung „Kiesabbau – Nein Danke“ am Abend des 02.06.10 in den Räumen des Interessenvereins Wohnpark Hagenwerder e.V. einig. Und unter diesem Motto gründete sich im Ergebnis eine Bürgerinitiative.
Die Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hatte zu einem Diskussionsabend nach Görlitz/Hagenwerder eingeladen. Auf dem Programm standen die Vorführung des Films „Wer anderen eine Grube gräbt …“ und eine anschließende Podiumsdiskussion zum geltenden deutschen Bergrecht.
Das Podium bildeten Stephan Kühn, Mitglied des Bundestages, Elisabeth Bartel, Interessenverein Wohnpark Hagenwerder, Ulrich Wieland, Netzwerk Initiativgruppen gegen Gesteinsabbau e.V. und Prof. Dr. Joachim Schulze, Grüner Stadtrat und Mitglied im Planungsverband Berzdorfer See. Die Moderation des Abends hatte Astrid Günther-Schmidt, Vorsitzende der Bürgerinitiative „KEIN Giftmüll auf dem Eigen!“, übernommen.
Der halbstündige Film erlaubte einen guten Einstieg in die schwierige Materie des bundesdeutschen Bergrechts, unter welches auch der geplante Kiesabbau zwischen Hagenwerder und Weinhübel fällt. Machte er doch die schwerwiegenden Mängel des Gesetzes deutlich. Es stammt aus den Dreißiger und Vierziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts und wurde in den Achtziger Jahren lediglich unwesentlich novelliert. Mit der Konsequenz, dass die Rechte der Betroffenen, wenn es ums Bergrecht, wie beim Kiesabbau, geht, weiterhin massiv eingeschränkt werden. Welche Auswirkungen das im konkreten Fall des geplanten Kiesabbaus zwischen Hagenwerder und Weinhübel hat, wurde in der Diskussion deutlich. Stephan Kühn und Elisabeth Barthel führten in die Problematik ein. Sogar die IHK Dresden, so der Bundestagsabgeordnete Kühn, zweifelt an der Notwendigkeit des Aufschlusses. So sei der Bedarf an Baukiesen gegenwärtig mehr als gedeckt
„Wir waren letztes Jahr sehr überrascht, als wir eher zufällig erfahren haben, dass bei uns ein großes Kiesabbaugebiet geplant ist“, erklärte Elisabeth Barthel, die seitdem den Protest in und um Hagenwerder organisiert.
Das zu Jahresbeginn abgeschlossene Raumordnungsverfahren der Landesdirektion Dresden hat der Kiesgewinnung, wenn auch unter Auflagen, zugestimmt. „Das ist auch unser Erfolg“, ist sich Frau Barthel sicher. Die Einwendungen bezogen sich insbesondere auf die Einschränkungen der touristischen Nutzung am Berzdorfer See, Umwelt- und Naturschutz, Lärm- u. Staubschutz und der optischen Beeinträchtigung der Nutzer des unmittelbar vorbeiführenden Neißeradweges. Auf letzteres, auf den Vorrang von Erholung am See und der deutlichen Störung bei der Entwicklung von Freizeitkultur im denkmalgeschützten Ort Deutsch- Ossig machte Joachim Schulze aufmerksam. „Im Planungsverband Berzdorfer See haben die Menschen in Hagenwerder einen zuverlässigen Unterstützer“, so der Grüne Stadtrat. Die rechtliche Brisanz der Entscheidung der Landesdirektion unterstrich Ulrich Wieland mit seinen Ausführungen: „Der Widerstand gegen den geplanten Kiesabbau kann sich über Jahre hinziehen. Wenn sich aber alle Bürger einig sind in ihrem Protest, gibt es vielfältige Möglichkeiten, sich zu engagieren.“
Die Verhinderung des Kiesabbaus auf den Neißewiesen wird also nur, sollte das Unternehmen auf seinem Vorhaben bestehen, auf dem Weg einer Klage beim Verwaltungsgericht erreicht werden können. Dies war die Botschaft, die Ulrich Wieland aufgrund seiner langjährigen Erfahrungen in der BI-Arbeit übermitteln konnte.
Allerdings: ein Klagerecht haben unter den Bedingungen des Bergrechts nur Verbände, wie z. B. die Grüne Liga oder einzelne unmittelbar Betroffene. Dieser Weg ist langwierig und bedarf dann kompetenter anwaltlicher Unterstützung. Am Ende der Veranstaltung rief Astrid Günther-Schmidt die Anwesenden zur Gründung einer Bürgerinitiative auf. Die große Mehrheit erklärte sich per Handzeichen zur Mitarbeit bereit. Eine erste Arbeitssitzung wird es noch im Juni geben, in deren Folge die BI der Grünen Liga Sachsen beitreten wird, um das Verbandsklagerecht zu erhalten.
„Damit haben wir dann die rechtlichen Rahmen geschaffen, um im Fall der Fälle alle Möglichkeiten gegen den Kiesabbau zwischen Hagenwerder und Weinhübel ausschöpfen zu können“, so Astrid Günther-Schmidt.
Die Position von Bündnis90/Die Grünen zum Thema Bergrecht finden Sie hier...
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Freitag, den 28. Mai 2010 um 11:09 Uhr |
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Zur Antwort der Bundesregierung auf unsere Kleine Anfrage zur Zukunft der Elbe und Saale erklären Dorothea Steiner, Sprecherin für Umweltpolitik, und Stephan Kühn, Sprecher für Baupolitik:
Verkehrsminister Ramsauer kann angeblich für die Elbe "keine wissenschaftlich belastbaren Aussagen über verkehrsrelevante Änderung des Wasserhaushaltes durch den Klimawandel" treffen. Das zeugt von absoluter Unkenntnis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse. Umfassende Studien des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung zeigen, dass bei sich fortsetzendem Temperaturanstieg deutliche Änderungen des Wasserhaushaltes im Elberaum zu erwarten sind. Niedrigwasserperioden werden früher eintreten, länger andauern und das bisherige Niveau noch deutlich unterschreiten. Auch das Umweltbundesamt geht in seinen Studien von häufigerem Niedrigwasser an der mittleren Elbe aus.
Mit peinlicher Ignoranz zweifelt das Verkehrsministerium die Aussagen renommierter wissenschaftlicher Institutionen öffentlich an, damit es weiter behaupten kann, dass eine ganzjährige Fahrrinnentiefe von 1,60 Meter ohne den Ausbau der Elbe und eine Gefährdung der Naturräume zu erreichen sei.
Diese Position ist illusionär und dient nur den Interessen der Binnenschifffahrt. Der Elbe fehlt schon jetzt das Wasser für eine rentable Binnenschifffahrt, und es wird in den kommenden Jahren nicht mehr werden. Die jährlichen Ausgaben für Bau, Betrieb und Unterhaltung von Elbe und Saale von rund 40 Millionen Euro pro Jahr sollten besonders angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise hinsichtlich des Kosten-Nutzen-Faktors überprüft und für nachhaltigere Investitionen eingesetzt werden.
Wir verlangen von der Bundesregierung, dass sie die Tatsachen zur Kenntnis nimmt und endlich eine Strategie vorlegt, wie Schifffahrt sowie Natur- und Umweltschutz an der Elbe ausgewogen miteinander verbunden werden können, statt weiter vor der Realität des Klimawandels die Augen zu verschließen.
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Dienstag, den 25. Mai 2010 um 07:56 Uhr |
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Workshop zum ökologischen und energetischen Sanieren von Gebäuden
Donnerstag, 27. Mai, 18 Uhr
Bürgerbüro GRÜNE ECKE, Bischofsplatz 6
mit Stephan Kühn, baupolitscher Sprecher der GRÜNEN-Bundestagsfraktion; Alf Furkert, freier Architekt und Präsident der Architektenkammer Sachsen; Johannes Lichdi, klima- und energiepolitischer Sprecher der GRÜNEN-Landtagsfraktion Sachsen und Andrea Schubert, klima- und energiepoltische Sprecherin der GRÜNEN–Stadtratsfraktion Dresden.
Der Verbrauch von Energie in Gebäuden verursacht einen Großteil des gesamten Energieverbrauchs in Städten. Vor allem für die Raumwärme oder die Gebäudeklimatisierung und -kühlung wird viel Energie benötigt. Wird ein Haus jedoch im Passivhausstandard gebaut oder saniert kann bis zu 90 Prozent des Energiebedarfs eingespart werden. Die Einsparung hat direkten Einfluss auf die Klimabilanz und die Energiekosten einer Kommune. Städte wie Leipzig, Hannover und Frankfurt am Main haben dies erkannt und den Passivhausstandard für kommunale Gebäude festgeschrieben. Und Dresden?
Eine Veranstaltung von Stephan Kühn, Bundestagsabgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag.
Programm
18.00-18.15
Begrüßung und politische Einführung
Stephan Kühn, baupolitscher Sprecher der GRÜNEN-Bundestagsfraktion
18.15-18.45
1,5-Liter-Haus als Standard für öffentliche Gebäude in Frankfurt am Main
N.N.
18.45-19.00
Potentiale und Stand der Umsetzung energetischer Sanierung von kommunalen Gebäuden in Dresden
Andrea Schubert, klima- und energiepoltische Sprecherin der GRÜNEN – Stadtratsfrakt Dresden
19.00-19.15
Pause
19.15-19.45
Passivhausstandards im Praxistest
Alf Furkert, freier Architekt, Präsident der Architektenkammer Sachsen
19.45-20.00
Erneuerbaren-Energien-Wärmegesetz für Sachsen – Einsparpotentiale bei Altbauten ausschöpfen
Johannes Lichdi, klima- und energiepolitischer Sprecher der GRÜNEN – Landtagsfraktion Sachsen
20.00-20.45
Diskussion und Zusammenfassung
Stephan Kühn, baupolitscher Sprecher der GRÜNEN-Bundestagsfraktion
20.45-21.30
Empfang
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Freitag, den 07. Mai 2010 um 07:27 Uhr |
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Die Griechische Krise ist eine europäische Krise. Griechische Verschuldung ist nicht zuletzt von deutschen Banken finanziert worden.
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Weiterlesen...
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