Bericht In Sachsen
12.04.2018

Besuch des Wasserkraftwerks in Göritzhain

Bei bestem Wetter und in der Natur habe ich mich heute mit Jörg Richter, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Verbands der Wasserkraftwerksbetreiber Mitteldeutschlands, getroffen und über die Energiewende ausgetauscht. Speziell ging es um den notwendigen Reformbedarf beim Erneuerbaren-Energien-Gesetz. Richter betreibt seit 1990 mehrere Kleinwasserkraftanlagen. Die Anlage an der Chemnitz produziert ausreichend Strom, um die benachbarte Gemeinde Göritzhain mit ihren 700 Einwohnern zu versorgen. Die benachbarte Anlage an der Mulde ist deutlich größer und produziert Strom für etwa 700 Haushalte. 2013 wollte die sächsische Staatsregierung mit einer Wasserentnahmegebühr für Wasserkraftanlagen die Energiewende aus ideologischen Gründen blockieren. Es hätte das Unternehmen in den Ruin getrieben. 2016 wurde die Gebühr abgeschafft, dafür werden aber keine Fischaufstiegsanlagen mehr gefördert. Diese sind aus ökologischen Gründen wichtig, scheitern aber an der Bürokratie: Für die Fischtreppe an der Chemnitz wurde 1997 der Bauantrag gestellt, erst 2006 konnte mit dem Bau begonnen werden. An der Mulde rückt der Freistaat das notwendige Grundstück für eine neue Fischtreppe nicht raus. So geht sächsisch…

 

Bildquelle: privat