Pressemitteilung Im Bundestag
08.11.2017

CO2-Vorgaben bei Neuwagen: Sauberer Autoverkehr rückt in weite Ferne

Heute hat die EU-Kommission ihren Plan für die CO2-Minderung bei Neuwagen nach 2021 vorgestellt. Mit den wachsweichen Reduktionszielen rückt der saubere Autoverkehr in weite Ferne. Dazu habe ich heute in einer Pressemitteilung erklärt:

 

„Die EU-Kommission ist unter dem Druck der Autolobby eingeknickt. Mit dem Vorschlag rückt der Umstieg auf einen sauberen Autoverkehr in weite Ferne. Der Vorschlag hilft nicht der nachhaltigen Mobilität, sondern nur dem klimaschädlichen Verbrennungsmotor. Die Kommission gefährdet die europäische Automobilindustrie, indem sie die Hersteller schont, anstatt sie fit für den Weltmarkt zu machen.

 

Die Minderungsziele sind unambitioniert und drohen durch Hintertüren aufgeweicht zu werden. Statt wachsweicher Reduktionsziele brauchen wir absolute und ambitionierte Grenzwerte, um den CO2-Ausstoß neuer Fahrzeuge wirksam zu verringern. Um Abgastricks zu verhindern, müssen die CO2-Emissionen endlich unter realen Bedingungen auf der Straße gemessen werden.

 

Die Bundesregierung spielt erneut eine unrühmliche Rolle, wenn Minister Gabriel strengere Ziele gegen den Willen der Umweltministerin verhindern will. Die Bundeskanzlerin muss ihren Minister zur Ordnung rufen, der sich offenbar schon um einen Job bei der Autoindustrie bewirbt, um die Sondierungsgespräche nicht zu belasten.

 

Einziger Lichtblick sind die Fördertöpfe der Kommission zur Errichtung von Ladesäulen und zur Batterieforschung. Nun kommt es darauf an, Ladesäulen flächendeckend zu errichten und die Batterieforschung auf neue, zukunftsträchtige Generationen zu lenken.“

 

Bildquelle: Bilderandi, Pixabay.com, CC0 Public Domain