Bericht In Sachsen
11.05.2017

ElektroMobilTour: Tuning vom normalen Fahrrad zum Pedelec – Pendix zeigt wie es geht

Die Gründer des Zwickauer Startups Pendix haben als Ausgründung aus der Westsächsischen Hochschule Zwickau zunächst auf Komponentenbau für die Automobilindustrie gesetzt. Doch schnell wurden die Potentiale des Radverkehrs erkannt. Pendix baut keine Pedelecs, sondern rüstet „normale“ Fahrräder mit einem E-Antrieb nach. Innerhalb einer Stunde kann aus den meisten Rädern so ein Pedelec werden. Die elektrische Reichweite beträgt je nach Batteriegröße bis zu 300 Kilometer für normale Zweiräder und bis zu 100 Kilometer für Lastenräder. Das junge Unternehmen mit 35 Beschäftigten produziert seit Herbst 2015 in Serie und konnte bereits über 5.000 Antriebe absetzen. Viele Komponenten werden in der Region Zwickau hergestellt, produziert wird in Zwickau. Geliefert wird an den Einzelhandel und auch kleinere Hersteller, die ihre Räder mit Pendix-Antrieben gleich erstausstatten.    

 

Bei meinem Besuch diese Woche haben wir über die Perspektiven für Fahrräder mit E-Antrieb gesprochen. Neben Privatkunden sehen die Pendix-Macher vor allem einen Lastenrädermarkt bei Flottenkunden im Zustelldienst oder Werksverkehr. Sie eignen sich hervorragend für den Einsatz von letzte Meile Verkehren in der Citylogistik. Lastenräder können auch private Pkw-Fahrten – zum Beispiel zum wöchentlichen Großeinkauf – ersetzen. Um zu demonstrieren, dass E-Lastenräder gut einsetzbar sind, und um diese mehr Menschen zugänglich zu machen, wollen wir Grünen ein zeitlich befristetes Bundesprogramm für die Umsetzung von Sharing-Konzepten auflegen. Damit wollen wir eine Verleih-Infrastruktur aufbauen und die Anschaffung von E-Lastenrädern, die einer unbestimmten Anzahl von Nutzerinnen und Nutzern zur Verfügung stehen, mit 1.000 Euro pro E-Lastenrad unterstützen. Unser Ziel ist es, 2.000 Verleihstationen mit insgesamt 10.000 Lastenrädern einzurichten.

 

Bildquelle: privat