Im Bundestag
27.06.2017

Übergabe der Petition „Für den Erhalt der Wetterwarte auf dem Fichtelberg“ an den Deutschen Bundestag

v.l. K. Tackmann MdB, Ulrike Kahl, S. Kühn MdB, S. Walter

Heute haben meine Kollegin Dr. Kirsten Tackmann (LINKE) und ich die Petition „Für den Erhalt der Wetterwarte auf dem Fichtelberg“ mit über 6300 Unterschriften stellvertretend für den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages von Frau Ulrike Kahl und Sebastian Walter, Grüner Direktkandidat im Erzgebirge, überreicht bekommen.

 

Die Petenten fordern vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie dem Deutschen Wetterdienst (DWD), dass die Wetterwarte auf dem Fichtelberg wieder den Status einer Klimareferenzstation erhält sowie weiterhin Fachpersonal zur Wetterbeobachtung eingesetzt wird. Denn ab 2019 ist eine Umstellung auf automatisierte Messverfahren geplant, was ein Ende der seit 1916 erfassten Daten in bisheriger Form bedeuten würde. Das geplante automatisierte Verfahren wird zwar einige relevante Wetterdaten erfassen können, aber wichtige Parameter wie Bewölkungsverhältnisse, Wetterzustand, Sichtweite-Daten, Schneehöhenangaben, Niederschlagsmenge oder Niederschlagsart nicht oder nur sehr eingeschränkt liefern können. Somit drohen wichtige Daten für die Klimaforschung verloren zu gehen.

 

Auch wenn die Petition nun kurz vor Ende der Legislaturperiode eingereicht wurde, so bedeutet es nicht, dass mit dem Ende dieser auch der Auftrag an den Bundestag endet. Die Petition wird mit in die nächste Legislaturperiode übertragen.

 

Ich hatte bereits Anfang Mai eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung zur Zukunft der Wetterstationen gestellt und Anfang Juni den Präsidenten des Deutschen Wetterdienstes getroffen, um mich über die Zukunft der Wetterstation auf dem Fichtelberg aus erster Hand informieren zu lassen. Doch auch nach dem Gespräch mit dem DWD-Präsidenten ist für mich die Sorge um einen Qualitätsverlust der klimatologischen Messreihen durch die Automatisierung nicht ausgeräumt.