Presseecho Im Bundestag
19.12.2017

Rheinische Post: Regierung vertrödelt Position zu CO2-Werten für Neuwagen

Vor anderthalb Monaten hat die EU-Kommission vorgeschlagen, dass Neuwagen ab 2025 durchschnittlich 15% weniger CO2 ausstoßen sollen als 2021 – ab 2030 sollen es 30% sein. Während in der EU und in Deutschland viel über diese Vorschläge diskutiert wird, räumt die Bundesregierung auf meine schriftliche Frage hin ein: Sie selbst hat sich noch immer keine Meinung gebildet.

 

Über diesen Missstand berichtet heute die Rheinische Post und greift dabei meine Kritik auf. Die Bundesregierung gleicht einem Hühnerhaufen, solange sich Möchtegern-Autolobbyist Sigmar Gabriel in Eigenregie für schwächere CO2-Ziele einsetzt. Sie wäre gut beraten, die Verhandlungen jetzt nicht anderen zu überlassen, sondern für deutlich ambitioniertere Maßnahmen einzutreten.

 

Denn klar ist: Statt wachsweicher Reduktionsziele, wie sie die Kommission vorschlägt, brauchen wir absolute und ambitionierte Grenzwerte, um den Treibhausgas-Ausstoß neuer Fahrzeuge wirksam zu verringern. Um Abgastricks zu verhindern, müssen die Tests endlich unter realen Bedingungen auf der Straße erfolgen.

 

Bildquelle: staboslaw, Pixabay.com, CC0 Public Domain