Kommentar In Sachsen
13.02.2020

75. Jahrestag der Zerstörung Dresdens: Gedenken an den 13. Februar nicht parteipolitisch instrumentalisieren!

Heute jährt sich die Zerstörung Dresdens während des Zweiten Weltkriegs zum 75. Mal. An diesem Tag fühle ich mich, neben der Erinnerung an die Opfer während der offiziellen Gedenkveranstaltung im Kulturpalast und der anschließenden Menschenkette, einmal mehr dem Kampf gegen den erstarkten Rechtsextremismus verpflichtet.

 

Denn auch in diesem Jahr versuchen rechte Gruppen mit Vehemenz das Gedenken an die Zerstörung Dresdens zu instrumentalisieren und zum Opfermythos umzudeuten. Die AfD ist ein Teil davon. Dies zeigen die neuesten Äußerungen des Bundesvorsitzenden Tino Chrupalla. Indem er die wissenschaftlich ermittelten Opferzahlen in Frage stellt, tritt er in die Fußstapfen der rechtsextremen NPD, um am rechten Rand Beifall zu ernten.

 

Es ist daher wichtiger denn je, heute und am 15. Februar in Dresden Flagge zu zeigen und den rechten Kräften nicht die Deutungshoheit und die Straßen zu überlassen. Das Aktionsbündnis 13. Februar, unter dessen Dach sich zivilgesellschaftliche Initiativen aus ganz Sachsen zusammengefunden haben, lädt bereits seit Sonntag zu verschiedensten Aktionen unter dem Motto „Nazis stören!“ ein, deren Aufruf zum friedlichen Protest ich gern unterstütze:

 

Die heutige Kundgebung der Grünen Jugend "Tu was gegen Rechts! Nazis raus aus Dresden" beginnt ab 18 Uhr an der Trümmerfrau vor dem Neuen Rathaus. Am Samstag, den 15.2., will das Aktionsbündnis 13. Februar einen Trauermarsch Rechtsextremer verhindern. Damit dies gelingt, sind Gegendemonstrationen ab Neustädter Bahnhof und Hauptbahnhof mit möglichst vielen Dresdner*innen geplant. Genauere Infos zu den Auftaktkundgebungen und Strecken gibt es hier: https://dresden-nazifrei.com. Seid dabei!

 

Bildquelle: privat