Bericht Im Bundestag
06.12.2019

9. Parlamentarischer Abend des Parlamentskreises „Elektromobilität“

Bringt das Klimapaket der Bundesregierung den Durchbruch bei der Elektromobilität? Diese Frage stand beim 9. Parlamentarischen Abend des Parlamentskreises Elektromobilität im Mittelpunkt von Reden und Diskussionen, zu dem ich mit meinen Ko-Sprechern eingeladen hatte. Botschafter Dr. Peter Huber, in dessen österreichischer Botschaft wir zu Gast waren, verwies zunächst auf die Gemeinsamkeit wachsender E-Auto-Verkaufszahlen in beiden Staaten, bevor Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär im Verkehrsministerium, das deutsche Klimapaket und die Maßnahmen für die Elektromobilität im Detail vorstellte. Er war zufrieden: Noch vor zehn Jahren habe Skepsis geherrscht, ob die Elektromobilität funktioniere, aber diese Frage sei längst positiv beantwortet. Im Anschluss stellte Gerd Wipplinger das innovative Batteriesystem seiner österreichischen Firma Kreisel Electric vor, das durch besondere Kühl- und Verbindungstechnik mehr Leistung bei weniger Platzverbrauch verspricht.

 

Die Podiumsdiskussion, u.a. mit der Berliner Verkehrssenatorin Günther und Energieexpertin Kemfert, offenbarte Nachbesserungsbedarf beim Klimapaket: Während einige die fehlende Lenkungswirkung, z.B. den zu geringen CO2-Preis, kritisierten, lobten andere hingegen, dass man mit dem Klimapaket immerhin einen Prozess für mehr Klimaschutz und Überprüfungsmöglichkeiten in Gang gebracht hat. Jörg Grotendorst von ZF Friedrichshafen begrüßte das Paket aufgrund der Planungssicherheit, die es nun gebe. Viele Referent*innen betonten erneut den Vorteil batterieelektrischer Autos gegenüber ineffizienten Wasserstoff- und E-Fuels-Antrieben. Dazu gehört auch, dass die Energiewende nun beschleunigt und nicht abgewürgt werde. Auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur und die Rolle der Elektromobilität im Nahverkehr wurden kontrovers diskutiert.

 

Bildquelle: privat