Pressemitteilung
13.12.2013

BER: Qualifizierter Neustart, statt Personalpossen

Zu der Aufsichtsratssitzung am 13.12.2013 erklären Renate Künast, Annalena Baerbock und Stephan Kühn, Mitglieder der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen:

 

"Sollte bei der kommenden Aufsichtsratssitzung tatsächlich Wowereit erneut zum Vorsitzenden gewählt werden, würden die Verantwortlichen ihr Versagen für den Flughafenbau amtlich bestätigen. Wir sind heute an einem Punkt, wo vollkommen offen ist, wann der Flughafen jemals eröffnet wird. Die Kosten laufen weiter aus dem Ruder und zwar in Milliardenhöhe. Nun ausgerechnet die Person, die für die Flughafen-Misere die politische Verantwortung trägt, wieder zum Aufsichtsratschef machen zu wollen, ist schlicht unverantwortlich" so Künast.

"Völlig unverständlich ist auch, dass Brandenburgs Ministerpräsident, Dietmar Woidke, mit der Wahl Wowereits einen Nachtflugbefürworter zum Aufsichtsratsvorsitzenden wählen lässt und damit den mit großer fraktionsübergreifender Mehrheit getragenen Beschluss des Brandenburgischen Landtags zum Nachflugverbot ignoriert" ergänzt Annalena Baerbock.

"Jetzt ist ein qualifizierter Neustart notwendig. Und zwar mit einer Fachperson, die ein solches Großprojekt qualifiziert leiten kann. Weitere Personalpossen sind nicht nur peinlich, sondern sie kommen die SteuerzahlerInnen immer teurer zu stehen" kommentiert Stephan Kühn.

 

Bildquelle: Blaue Stunde am BER, jm.joedicke, CC BY-NC-SA 2.0