Presseecho
04.02.2019

Berliner Zeitung: "Kein Herz für Alleen"

Der Schutz der Alleen in Deutschland ist der Bundesregierung nicht wichtig. Statt beim Winterdienst an Alleen auf alternative Taustoffe oder Splitt zu setzen, schüttet die Regierung alle Straßen in Deutschland mit Tonnen von Salz zu und gefährdet so den Alleenbestand. Statt differenziertem Winterdienst schütet die Bundesregierung die Straßen weiter mit Salz zu: im Winter 2017/2018 wurden auf den Bundesautobahnen und Bundesstraßen insgesamt 976.000 Tonnen Salz bestreut. 

 

Die Berliner Zeitung (Printversion Seite 6) und die Neue Osnabrücker Zeitung berichten über den massiven Streusalzeinsatz auf den Straßen und die Folgen für den Alleenbestand in Deutschland. Hierbei greifen beide meine Kritik an der Bundesregierung auf, die hierfür die politische Verantwortung trägt.

 

Für mich steht fest: Der Schutz der Alleen in Deutschland ist der Bundesregierung nicht wichtig. Statt beim Winterdienst an Alleen auf alternative Taustoffe oder Splitt zu setzen, schüttet die Regierung alle Straßen in Deutschland mit Tonnen von Salz zu. Im letzten Winter wurden fast eine Millionen Tonnen Salz auf Autobahnen und Bundesstraßen gestreut – ohne Rücksicht auf die durch den heißen Sommer ohnehin schon stark belasteten Alleenbäume. Dauerhaft mit Streusalz belastete Bäume sterben ab und müssen gefällt werden. Auch aufgrund des massiven Streusalzeinsatzes ist seit Jahren eine Reduzierung des Alleenbestandes in Deutschland zu beobachten.

 

In Dänemark ist man bereits weiter. In Kopenhagen wurden erfolgreich alternative Taustoffe wie Kaliumformiat getestet. Für die Bundesregierung muss es vor allem billigt sein und sie setzt deshalb weiter auf Salz. Langfristig ist der Streusalzeinsatz teurer, denn wenn die Bäume über Jahre durch das Salz geschädigt werden sterben sie ab, müssen gefällt und nachgepflanzt werden.

 

Die Bundesregierung muss den Alleenschutz endlich ernst nehmen und in Alleen auf den Streusalzeinsatz verzichten. Alternative Taustoffe wie Kaliumformiat sollten in großflächigen Feldversuchen erprobt werden. Wir brauchen in diesem Zusammenhang eine bundesweite Kartierung aller Alleebäume, um den Baumbestand erhalten und entwickeln zu können.

 

Bildquelle: pixabay.com/JerzyGorecki