Bericht In Sachsen
13.01.2020

Besuch bei Walzengießerei Coswig: Hoffnung auf Unterstützung beim Klimaschutz

Die Situation der energieintensiven Guß - & Gießerei – Branche in Sachsen ist aktuell nicht rosig: die Krise der Windkraftanlagenbauer brachte massive Verluste, die Preiskonkurrenz aus China ist stark und nun droht die CO2-Bepreisung die minimalen Margen aufzufressen, wodurch Neuinvestitionen, auch in Klimaschutzmaßnahmen, zunehmend schwieriger werden. So berichteten mir die Geschäftsführer der Walzengießerei Coswig bei einem Vor-Ort-Termin nicht nur von der 127-jährigen Firmengeschichte, welche auch die turbulente Wendezeit überdauerte, sondern das Unternehmen befürchtet eine schleichende Deindustriealisierung.

Dass die Gießerei, welche zu 80 % Schrott re- oder besser upcycelt, Schmelzstrom für diesen Zweck bedarf und auch weiterhin in Größenordnungen brauchen wird, sei eine physikalische Tatsache. Gleichzeitig wären anderweitige Klimaschutzmaßnahmen bisher nicht anrechenbar. Doch genau dies sei wichtig, um energieintensive Unternehmen in Deutschland zu halten.  Wir Grüne unterstützen die Forderung, dass die Einnahmen des Klimafonds die Unternehmen bei der Transformation unterstützen müssen. Hier muss die Bundesregierung bei der Ausgestaltung des Klimaschutzpaketes den energieintensiven Branchen Angebote machen, um den höheren CO2 Preis durch die Förderung der Entwicklung CO2-sparender Technik oder Verfahren auszugleichen.