Bericht In Sachsen
08.03.2018

Besuch beim VW-Werk in Chemnitz

Der Abgasskandal, drohende Diesel-Fahrverbote – ausreichend Gesprächsstoff für ein Treffen mit Volkswagen. Bei meinem Besuch im VW-Motorenwerk in Chemnitz, bei dem mich mein Landtagskollege Volkmar Zschocke und Stadtrat Bernhard Herrmann begleiteten, ging es aber insbesondere um die Herausforderung der Elektromobilität. Mit der Ankündigung von VW in Sachsen die Produktion komplett auf E-Autos umzustellen, stellt sich für ein Motorenwerk, das vor allem Ottomotoren für Benziner produziert, schnell die Zukunftsfrage. Allerdings, so erläuterte Werksleiter Uwe Thesling, liefert das Werk Motoren in die ganze Welt, nur ein kleiner Teil – weniger als 10 Prozent – der Produktion geht nach Zwickau. Im Moment ist man sogar mehr als ausgelastet, weil es in Folge des Abgasskandals eine verstärkte Nachfrage nach Ottomotoren gibt. Motoren für Erdgas-Fahrzeuge hat man ebenso im Blick. Mittelfristig ab 2025 wird aber klar die Umstellung auf die Elektromobilität auch im Werk mit etwa 1.700 Beschäftigten als Herausforderung angesehen. In einem offenen Gespräch haben wir nicht nur über E-Ladeinfrastruktur und Antriebskonzepte diskutiert, sondern vor allem über vernetzte Mobilität mit weniger aber dafür autonom fahrenden Autos und Autoherstellern, die in Zukunft Mobilitätsdienstleister sein werden. Auseinandergegangen sind wir mit der Verabredung, das Thema Erdgas als Brückentechnologie mit erneuerbarer Perspektive und neuen Mobilitätskonzepten für Chemnitz, weiter diskutieren zu wollen.

 

Bildquelle: privat