Bericht In Sachsen
02.09.2020

Besuch der ältesten Solaranlage in Chemnitz: Weiterbetrieb ab 2021 in Gefahr

Gestern habe ich Gerd Winkler besucht, der die älteste Solaranlage in Chemnitz und eine der ersten Solaranlagen in Sachsen, betreibt. Es ging darum, dass seine Solaranlage schon bald keinen Strom mehr liefern könnte, obwohl sie noch einwandfrei funktioniert.

 

Mit dem Auslaufen der Vergütung über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nach 20 Jahren stehen die Betreiber der ersten Solaranlagen vor einem großen Problem. Die Anlagen liefern noch sauberen Strom, aber ab 2021 fehlen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Bundesregierung schlägt im Entwurf der EEG-Novelle zahlreiche Hürden für den Weiterbetrieb vor. So sollen kostspielige neue Smartmeter eingebaut werden und der eingespeiste Strom soll nicht selber verbraucht werden.

 

Damit gefährdet die Bundesregierung nicht nur die dringend notwendige Energiewende, sondern es besteht auch die Gefahr, dass viele noch funktionierende Solaranlagen abgebaut werden. Es müssen Möglichkeiten geschaffen werden, wie diese Anlagen auch ab 2021 vernünftig weiterbetrieben werden können. Insbesondere bei kleinen Anlagen sollte es keine zu hohen bürokratischen oder finanziellen Hürden geben.

 

Bildquelle: privat