Kommentar In Sachsen
13.12.2019

Chemnitz schafft es auf die Shortlist zur Kulturhauptstadt Europas 2025

Alle, die sich in den letzten zwei Jahren auf den Weg zur Kulturhauptstadt Europas 2025 gemacht haben, sind Gewinner. Die Bewerbungen in den 8 deutschen Städten haben die Menschen in den Orten zusammengeführt und ihr Bekenntnis zu Europa phantasievoll und kreativ unterstrichen. Auch wer jetzt nicht weiter im Wettbewerb vertreten ist, hat nicht verloren. Ich bin mir sicher, dass vieles von dem, was für 2025 überlegt und konzipiert wurde, andere Wege zu Umsetzung findet.

 

Trotzdem möchte ich unsere 3 sächsischen Bewerberstädte, auch wenn es nur Chemnitz auf die Shortlist geschafft hat, besonders beglückwünschen. Es hat mich sehr gefreut, welches Engagement und welche Begeisterung in Dresden, der Oberlausitz mit Zittau und in Chemnitz zu spüren war. Die Themen der Bewerbungen sind hochaktuell und zeugen von einem breit getragenen bürgerschaftlichen und europäischen Kulturverständnis, auch wenn das sächsische Bild von außen gesehen mitunter etwas anderes vermittelt. Umso wichtiger waren diese Bewerbungen, wo wir Sachsen als einziges Bundesland gleich 3 von 8 abgegeben haben. Das erzählt mehr von unserem Verhältnis zu Europa, als Wahlergebnisse es manchmal projizieren. „Neue Heimat Dresden“, "Aufbrüche Chemnitz“ und "365 Grad Leben in Zittau“  - hinter diesen Themen stehen Erfahrungen, Sehnsüchte und Wünsche der Menschen für ein Europa, welches auch im Alltag erlebbar und zu spüren sein soll. Ich freue mich, dass die europäisch besetzte Jury  Chemnitz auf die Shortlist gesetzt hat und hoffe, dass wir nun alle gemeinsam mithelfen, dass die Kulturhauptstadt Europas 2025 eine Sächsische ist. 

 

Bildquelle: pixabay.de/Firstclasspixel