Presseecho
15.12.2018

Der SPIEGEL: "Verträge über zwei Millionen Euro - Roland Berger berät Verkehrsministerium bei Tarifverhandlungen"

Das Bundesverkehrsministerium von Andreas Scheuer (CSU) lässt sich bei den Tarifverhandlungen für die neue Autobahngesellschaft von externen Beratern unterstützen. Allein die Firma Roland Berger erhält circa zwei Millionen Euro für ihre Dienste.

 

Meine Kritik daran, dass sich nun auch an Tarifverhandlungen Berater eine goldene Nase verdienen hat der SPIEGEL (auch Printausgabe KW 51) aufgegriffen.

 

Für mich steht fest: Erst von der Leyen, jetzt Andreas Scheuer. Ohne teure Berater scheint die Bundesregierung nicht mehr ihre Arbeit erfüllen zu können. Die Bundesregierung ist offenbar nicht in der Lage, selbstständig Tarifverhandlungen durchzuführen. Verkehrsminister Scheuer beauftragte für Millionen externe Berater um die Tarifverhandlungen zur Gründung der Infrastrukturgesellschaft des Bundes zu begleiten. Seinen eigenen Leute traut er Verhandlungen mit den Gewerkschaften offenbar nicht mehr alleine zu. Auch die Experten aus dem Bundesinnenministerium wollte der Minister nicht hinzuziehen. Dass inzwischen auch solche Kernaufgaben der Bundesregierung an externe Berater ausgelagert werden ist ein Offenbarungseid. Wir dürfen wohl bald damit rechnen, dass auch die Führung des Verkehrsministeriums an Berater vergeben wird. Dass hier nach der Pkw-Maut und Toll Collect wieder Millionen Euro Steuergelder für Berater verschwendet werden ist nicht zu akzeptieren. Die Tarifverhandlungen zur IGA sollen kein Goldesel für Berater sein, sondern den Beschäftigten in den Ländern Sicherheit bieten. Der Minister darf sich auf Fragen zur Vergabe seiner Berateraufträge gefasst machen. Wir werden das im Januar im Verkehrsausschuss klären und wollen Antworten.

   

Bildquelle: pixabay.com/martaposemuckel