Bericht In Sachsen
10.10.2019

Die Klimakrise ist in sächsischen Wäldern angekommen

Die Klimakrise ist in den sächsischen Wäldern unübersehbar. Extreme Stürme sowie Hitze und Trockenheit haben den Bäumen in den letzten zwei Jahren erheblich zugesetzt. In den Fichtenbeständen hat sich der Borkenkäfer massiv ausgebreitet. Der Wald ist in seiner Existenz bedroht. Begleitet von Benno von Römer, dem stellvertretenden Vorsitzenden des sächsischen Waldbesitzerverbands, habe ich mir im Vogtland selber ein Bild von der Lage verschafft.

 

Das Waldsterben findet großflächig statt und verursacht enorme wirtschaftliche und ökologische Schäden. Der Borkenkäfer verzwanzigfacht sich von Generation zu Generation. Hitze und Trockenheit haben ihm die Verbreitung einfach gemacht. Hektarweise mussten deshalb Fichten gefällt und aus dem Wald gebracht werden, um die weitere Ausbreitung des Schädlings zu begrenzen. Den Waldbesitzern fehlt das Geld, um in den Waldumbau zu investieren. Deswegen wollen wir Grüne sie mit einem Waldzukunftsfonds unterstützen. Die Politik hat die Aufgabe, Waldbewirtschaftende und Forstämter in die Lage zu versetzen, naturnahe und widerstandsfähigere Laubmischwälder entstehen zu lassen. Wir müssen weg von Nadelholzmonokulturen. Unsere Wälder müssen umgebaut werden, zu standortgerechten, artenreichen Mischwäldern, die bedeutend klimafester sind. Geld und Neupflanzungen sind allerdings nicht alles: Wir müssen auch der Naturverjüngung eine Chance geben, also den Wald sich auch selbst erneuern zu lassen. Der beste Waldschutz ist ein konsequenter Klimaschutz!

 

Bildquelle: privat