Presseecho In Sachsen
24.07.2019

DNN: "In Sachsen herrscht Flaute beim Ausbau der Windkraft"

Die Bilanz der Sächsischen Staatsregierung beim Ausbau der erneuerbaren Energien ist verheerend. Der Ausbau der Wind- und Solarenergie liegt weit unter dem Bundesschnitt. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf meine Kleine Anfrage hervor, über die auch die DNN berichtete. 

 

Während in anderen Bundesländern in den letzten Jahren tausende neue Jobs in der Branche der Erneuerbaren Energien geschaffen wurden, sinkt im Freistaat die Zahl der Beschäftigten. Die Regierungskoalition aus CDU und SPD fährt die Energiewende in Sachsen weiter an die Wand.

 

Der Windenergie in Sachsen droht ein massiver Rückschlag, wenn viele Bestandsanlagen aus der EEG-Vergütung fallen. Über 600 Anlagen könnten in den nächsten Jahren stillgelegt werden. Anders als neue moderne Windenergieanlagen sind die deutlich ertragsärmeren älteren Anlagen beim Auslaufen der garantierten Einspeisevergütung nach 20 Jahren bedroht, weil sie dann oft nicht mehr rentabel sind. Durch den Wegfall der Altanlagen könnte es sogar sein, dass der Anteil erneuerbaren Stroms im Freistaat in den nächsten Jahren erstmals sinkt!

 

Für eine klimafreundliche Energieversorgung in Sachsen ist deshalb ein Repowering der alten Windenergieanlagen an den Standorten notwendig. Zudem brauchen wir neue Eignungs- und Vorranggebiete für Windenergienutzung. Dabei müssen Siedlungsabstandsflächen beachtet und in transparenten Planungs- und Genehmigungsverfahren unter Beteiligung der betroffenen Bürger und Gemeinden für jedes einzelne Projekt bestmögliche Lösungen im Ausgleich aller Interessen gesucht werden.

 

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Bildquelle: Peggychoucair/pixabay.de