Presseecho In Sachsen
20.11.2018

DNN: "Trotz großer Ankündigungen: Politiker sehen Dresden bei der Bahn weiter abgehängt"

Der Bund will die seit Jahren geforderte Elektrifizierung der Bahnstrecke von Dresden nach Polen endlich anpacken. Bei der Bahn gehen die Verantwortlichen davon aus, dass frühestens ab 2029 die elektrischen Züge rollen – aber auch nur, wenn alles gut geht.

 

Meine Kritik an den unausgereiften Plänen haben u.a. die Dresdner Neuesten Nachrichten aufgegriffen.

 

Nicht nur die Zeitschiene – auch die Übernahme der Kosten bereitet Kopfzerbrechen. Bis heute ist noch nicht einmal klar, wie das El­ektrifizierungsprogramm aufgestellt ist. Ein Konzept wird voraussichtlich erst im ersten Quartal 2019 präsentiert.

 

So ist un­klar, ob die Kosten für den Fahrdraht auch zu 100 Prozent vom Bund getragen werden. Doch das ist nicht die einzige Sorge. Die reine Elektrifizierung der Bahnstrecke ver­ursacht zwar den Großteil der Kosten. Damit die Züge künftig schneller fahren können und die Verbindung auch für den Fernverkehr attraktiv wird, müssen allerdings auch die Gleise dort, wo bisher nicht geschehen, noch für Tempo 160 fit gemacht werden. Circa 20 Prozent der veranschlagten Gesamtkosten werden hierfür benötigt. Faktisch wäre so­mit noch ein Posten in Höhe von etwa 100 Millionen Euro offen. Das Geld müsste der Freistaat zahlen – oder darauf hoffen, dass beispielsweise aus dem eineinhalb Milliarden Euro fetten Topf für die Strukturförderung zum Ausstieg aus der Braunkohle in der Lausitz etwas abfällt.

  

 

Bildquelle: pixabay.com/tdrewes