Bericht In Sachsen
03.12.2019

E-Autos müssen nicht schwer und teuer sein – Unternehmensbesuch bei Ari Motors

Der Kauf eines tonnenschweren Hybrid-Fahrzeuges wird im Moment mit 4.000 Euro gefördert, aber der Kauf eines Leichtfahrzeug, das nur elektrisch fährt, wird nicht gefördert. Dies ist ein paradoxes Anreizsystem. Der teurere und große Elektro- oder Hybridwagen wird mit Steuergeld gefördert, aber die ganz kleinen Fahrzeuge, die rein elektrisch fahren werden es nicht.

Ein modernes Elektroauto muss nicht zwei Tonnen wiegen. Diesen Beweis hat die Firma Ari Motors aus Leipzig erbracht, die ich gestern besucht habe. Sie stellen für ihre Kunden maßgeschneiderte Lösungen durch modulare Aufbauten her. Die Fahrzeuge werden im Moment noch in China produziert und in Tschechien an die Wünsche der Kunden angepasst. Mittelfristig soll eine Produktion hier vor Ort entstehen.

Durch den modularen Aufbau ist es möglich einen Kipper oder Laubkasten als Aufsatz zu bekommen. Diese individuellen Lösungen sind perfekt für den kommunalen Bauhof oder örtliche Handwerker, die so ein Fahrzeug angepasst an ihre Bedürfnisse bekommen. Die Fahrzeuge sind dadurch klein und praktisch für die Großstadt, aber können auch vielfältig auf dem Firmengelände verwendet werden. Es sind solche innovativen Lösungen, die wir für die Verkehrswende brauchen und es ist schade, dass der Kauf dieser Fahrzeuge nicht gefördert wird.

Zusätzlich zeigt, dass Beispiel Ari Motors welche Chancen die Antriebswende bietet und dass die Bundesregierung mit ihrer Industrie- und Förderpolitik im Automobilbereich auf dem Holzweg ist.

Bildquelle: privat