Bericht Veranstaltung In Sachsen
14.11.2018

E-Mobilität und autonomes Fahren Wachstumsmotor für Infineon

Klein und unscheinbar, aber schon heute unersetzlich: in acht von zehn Elektroautos und in den Ladesäulen sind Infineon-Chips verbaut. Bei meinem gestrigen Besuch bei Infineon am Standort Dresden wurde deutlich, welches große Potential die Elektromobilität und autonomes Fahren für Infineon haben. Bereits im vergangenen Jahr trugen beide Themen zur Hälfte des Unternehmenswachstums bei. Eine besondere Rolle spielen die besonders energieeffizienten 300 mm Leistungshalbleiter aus dem Dresdner Werk, bei denen Infineon Marktführer ist. Jeder zweiter Chip, der in Europa produziert wird, ist heute Made in Saxony.

 

Wenn die Elektromobilität erst richtig Fahrt aufnimmt, birgt dies große Chancen für das Unternehmen und die Wirtschaftsregion Dresden und Sachsen. Nicht nur dass ein Entwicklungszentrum für die Automotiv-Forschung und Künstliche Intelligenz in Dresden geplant ist, Infineon investiert zudem in den nächsten Jahren ca. eine Milliarde Euro in die Fertigung von Leistungshalbleitern am Standort Dresden. Über den Verbund Silicon Saxony können von diesem Wachstum auch kleinere und mittelständige Firmen der Region profitieren.

 

Allerdings wurde in den Gesprächen, die ich zusammen mit Gerd Lippold geführt habe auch deutlich, dass im innerbetrieblichen Wettbewerb um die Weiterentwicklung von Unternehmensstandorten auch „harte“ Standortfaktoren ausschlaggebend sind. Eine seit Jahren von der Grünen Bundestagsfraktion geforderte steuerliche Forschungsförderung würde die Stellung der deutschen Standorte in dem forschungsintensiven Unternehmen deutlich stärken.