Bericht In Sachsen
09.07.2019

ElektroMobilTour: Dresdner Firma Sunfire liefert grünen Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe

Im Verkehrsbereich wird Wasserstoff vor allem dort zur Alternative für fossile Brennstoffe, wo elektrische Antriebe aufgrund fehlender Reichweite an ihre Grenzen stoßen. Mit Brennstoffzellen angetriebene LKW und Busse reduzieren nicht bloß CO2-Emissionen, sie sorgen auch für bessere Luft. Im Schiffs- und Flugverkehr könnten Wasserstoff und strombasierte Flüssigkraftstoffe eine wichtige Rolle für den Klimaschutz spielen. Für diese Anwendungsfälle liefert die Dresdner Firma Sunfire die Technik. Mit großen Elektrolyseuren kann Wind- und Sonnenstrom in Wasserstoff umgewandelt und in synthetische Kraftstoffe, sogenannte E-Fuels, weiterverarbeitet werden.

 

Managing Director Nils Aldag sieht nicht mehr die technische Umsetzung als Problem, sondern hält die derzeitigen politischen Rahmenbedingungen als Hemmnis für einen industriellen Hochlauf. Diese Einschätzung teile ich. Die Produktion von Wasserstoff kann langfristig nur erfolgen, wenn es gelingt, die Produktionskosten deutlich zu senken. Die zentrale Rolle spielen hier die Abgaben und Entgelte, die nicht nur aus diesem Grund dringend reformiert werden müssen. Neben einem rascheren Ausbau der Erneuerbaren Energien, ist eine zielgerichtete Umsetzung der neuen europäischen Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED II) notwendig, um die Produktion von grünem Wasserstoff attraktiver zu machen. Mit einer entsprechenden Quotenregelung könnte der Anteil der regenerativen Kraftstoffe deutlich erhöht werden. Hier ist die Bundesregierung jetzt am Zug.

 

Bildquelle: eigenes Bild.