Bericht In Sachsen
10.07.2019

Fernverkehrsanbindung von Chemnitz macht endlich (kleine) Fortschritte

Chemnitz ist seit 2006 vom Fernverkehrsnetz abgehängt. Nun gibt es endlich Fortschritte zu vermelden. Nach der abgeschlossenen Vorplanung wird jetzt mit der Entwurf- und Genehmigungsplanung für den Ausbau und die Elektrifizierung der Strecke Chemnitz-Leipzig begonnen. Auf meine Initiative hin lud die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Ludwig heute zu einer öffentlichen Sitzung der Fernverkehrsinitiative in Rathaus.

 

Auch wurde heute verkündet, dass endlich eine Verlängerung der InterCity-Verbindung von Rostock – Berlin – Dresden nach Chemnitz seitens der Deutschen Bahn geprüft wird. Das hatte ich schon von einigen Jahren vorgeschlagen! Die mit dem Fahrplanwechsel im Dezember neu geschaffene Verbindung könnte verlängert werden und so deutlich vor der Inbetriebnahme der ausgebauten Strecke Chemnitz – Leipzig den Fernverkehr zurück in die Region holen. Das ist auch deshalb wichtig, weil die Montanregion Erzgebirge den Welterbe-Status erlangt hat und deutlich besser erreichbar werden muss. Damit die Planungen für Chemnitz – Leipzig schnell vorankommen, hatten mein Kollege Detlef Müller und ich einen Arbeitskreis vorgeschlagen, der alle Verantwortlichen an einen Tisch holt. Gut, dass Verkehrsminister Martin Dulig diese Idee aufgreift und einen Steuerungskreis für die sächsischen Elektrifizierungsprojekte einrichten wird.

 

Einziger Kritikpunkt zur heutigen Veranstaltung: die Deutsche Bahn plant nur eine IC-Linie im Zweistundentakt zwischen Chemnitz und Leipzig. Wenn wir die Klimaschutzziele ernst nehmen und bis 2030 auch die Fahrgastzahlen bei der Bahn verdoppeln wollen, brauchen wir einen Stundentakt. Es wäre falsch, sich diese Möglichkeit bei der Planung der Strecke zu verbauen.

 

Über das Treffen und die Herausforderungen bei der Wiederanbindung von Chemnitz an den Fernverkehr berichtete auch die Freie Presse.

 

Bildquelle: privat