Kommentar In Sachsen
29.11.2019

Freie Presse: "Aus für Continental in Limbach-Oberfrohna: Manager macht Politik mitverantwortlich"

Im Continental Werk Limbach-Oberfrohna sollen 860 Arbeitsplätze abgebaut werden. Als Begründung muss die E-Mobilität herhalten, weil im Werk Injektoren für Verbrennungsmotoren hergestellt wurden. Dass es anders geht, zeigen zahlreiche Unternehmen in den Region. Nicht nur, dass Continental mit seinem Tochterunternehmen Vitesco als einer der wichtigsten Arbeitgeber in der Region keine Zukunftsideen für den sächsischen Standort hat, Andreas Wolf, CEO von Vitesco, versucht zudem, die Verantwortung für den geplanten Arbeitsplatzabbau auf die Politik abzuwälzen. Ein durchschaubarer Versuch, vom eigenen Fehler abzulenken, die Zeichen der Zeit zu spät erkannt zu haben.

 

Ich fordere daher das Management von Continental und Vitesco auf, mit den Beschäftigten ein Standort-Entwicklungskonzept zu erarbeiten, das einen vollständigen Erhalt der Arbeitsplätze zum Ziel hat. Der Standort Limbach-Oberfrohna hat das Potential, neue Beschäftigungsfelder im Bereich der Automobilproduktion zu entwickeln.

 

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