Bericht
09.01.2020

Großes Testfeld für automatisierte und vernetztes Fahren eröffnet

Automatisierte und vernetzte Fahrzeuge sollen den Straßenverkehr entlasten, für weniger Unfälle sorgen und weniger negative Umweltauswirkungen haben. Ob diese Erwartungen zutreffend sind muss sich noch erweisen. Darum wird jetzt im Dreieck zwischen Braunschweig/Wolfsburg, Hannover und Hildesheim auf insgesamt 280 Kilometern Bundes-, Landes- und Kommunalstraßen zum hochautomatisierten und vernetzten Fahren geforscht. Beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Braunschweig wurde dafür gestern der Startschuss für den Betrieb des Testfelds Niedersachsen gegeben. Mit moderner Erfassungs- (Kameras, Sensoren) und Kommunikationstechnik (WLAN, 5G) können die neuen Systeme im realen Verkehr eingesetzt werden. Auch neue Verkehrsdienste und intelligente Infrastrukturkomponenten können erprobt werden. Wichtig ist aus meiner Sicht, dass neben der Diskussion und Untersuchung der technischen Machbarkeit auch eine breite gesellschaftliche Debatte darüber, was wir Maschinen überlassen wollen, geführt wird. Es kann nicht allein um Interessen der Autohersteller gehen, sondern Klima- und Ressourcenschutz muss im Vordergrund stehen.

 

Bildquelle: privat