Bericht In Sachsen
28.08.2019

Kurzpraktikum in der Dresdner Integrations-Kita Spatzennest

In Kindergärten soll jedes Kind nicht nur betreut, sondern optimal in seiner Entwicklung gefördert werden. Wie wichtig dabei ein guter „Betreuungsschlüssel“ ist, konnte ich bei einem kurzen Praktikum in der Kita Spatzennest vergangene Woche in Dresden-Prohlis erleben. Der Integrationskindergarten in Trägerschaft des Dresdner Verbunds sozialpädagogischer Projekte (VSP e.V.) liegt in einem „besonders belasteten Sozialraum“, wie es in der Sozialplanung heißt. Im Stadtteil Prohlis leben viele Menschen für die Deutsch nicht die Muttersprache ist. Die Einrichtung wird deshalb im Bundesprogramm „Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist.“ gefördert. Integriert werden auch Kinder mit Handicaps, im Fachjargon „Kinder mit erhöhtem Förderbedarf“. Durch zusätzliche heilpädagogische Fachkräfte und Dolmetscher hat die Kita deutlich mehr Personal andere. Ein Segen – für die Kinder, aber auch für die Erzieherinnen, wie ich es selber erleben konnte. Unser grünes Ziel ist eine Fachkraft-Kind-Relation in Krippen von 1:4 und in Kindergärten von 1:10. Dafür muss mehr für die Ausbildung getan werden, wie mir Kita-Leiterin Frau Hantschmann und ihr Team bestätigte. Wir wollen deshalb das Schulgeld für die Erzieherausbildung wie für andere Fachschulausbildungen abschaffen.

 

Bildquelle: privat