Presseecho In Sachsen
16.05.2019

LVZ: "Sachsen baut zu wenige Grünbrücken für Wildtiere - Grüne kritisieren: Freistaat plant lediglich zwei neue Objekte"

Bundesweit werden an großen Verkehrsstraßen zu wenige Wildbrücken gebaut. So bleiben die Lebensräume von Wildtieren zerschnitten, und es kommt immer wieder zu Wildunfällen. Die Bundesregierung hat seit 2013 an den insgesamt über 50 000 Streckenkilometern von Autobahnen und Bundesstraßen nur 42 Grünbrücken für Tiere fertiggestellt. Das geht aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf meine Kleine Anfrage hervor. Im vergangenen Jahr kamen lediglich vier Brücken hinzu. Allerdings nicht eine in Sachsen. Und von den bundesweit elf für dieses Jahr geplanten Grünbrücken entsteht auch keine einzige im Freistaat.

 

Die Leipziger Volkszeitung berichtet heute (S. 4 Print) über meine Kritik an der fehlenden Natur- und Artenschutzpolitik der Bundes- und der Staatsregierung im Bereich der Wiedervernetzung von Lebensräumen, die durch massiven Straßenbau zerschnitten werden. 

 

Für mich steht fest: Die Bundesregierung hat in den letzten Jahren für die Vernetzung von Lebensräumen von Tieren entlang der Bundesstraßen und Autobahnen viel zu wenig getan. Weil Grünbrücken in fehlen, können Tiere die Straßen nicht queren, ohne sich und Autofahrende einer Gefährdung auszusetzen. Durch die Zerschneidung der Lebensräume wird die Artenvielfalt bedroht. Während andere Bundesländer zahlreiche neue Grünbrücken planen, zeigt die sächsische Staatsregierung wenig Interesse für den Natur- und Artenschutz. Es gibt in Sachsen viel zu wenig Grünbrücken. Lediglich zwei Grünbrücken sind in Planung, der Baustart ist ungewiss. Laut Wiedervernetzungsprogramm des Bundes sollte an der Elster-Luppe-Aue westlich von Leipzig auf der A 9 eine Grünbrücke errichtet werden. Allein: es passiert nichts. Der Natur- und Artenschutz kommt bei Verkehrsminister Dulig unter die Räder.

 

 

Bildquelle: pixabay.com/nockewell1