Presseecho Im Bundestag
10.09.2019

MDR Aktuell: „Nach Unfall in Berlin: Debatte um SUV-Beschränkungen“

Nach dem furchtbaren Verkehrsunfall mit vier Toten am Freitag in Berlin-Mitte ist eine intensive Diskussion über SUVs und Geländewagen entbrannt. Dabei wird behauptet, dass die Größe von Fahrzeugen für die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern nicht entscheidend sei. Das ist falsch! Für solche Verkehrsteilnehmer sind SUVs und Geländewagen eine wirkliche Gefahr, wie Untersuchungen der Bundesanstalt für Straßenwesen zeigen: Die Zahl der Getöteten und Schwerverletzten bei Unfällen mit Fußgängern, Radfahrern oder kleinen Pkw ist bei einem Unfall mit SUVs oder Geländewagen höher als bei anderen Autos.

 

In den letzten Jahren sind durch den Trend zu SUVs und Geländewagen die Autos insgesamt schwerer, breiter und PS-stärker geworden. Sie beanspruchen immer mehr Fläche. Dadurch werden unsere Städte nicht lebenswerter, nicht sicherer und nicht klimafreundlicher. Diese Entwicklung muss gestoppt werden! Autohersteller, die ihr Portfolio auf Q8, X7 und Co. ausrichten, torpedieren den Klimaschutz. Wir brauchen endlich ein Bonus-Malus-System in der Kfz-Steuer, damit verbrauchsstarke SUVs und Geländewagen für ihre Umweltschäden geradestehen. Und die Autohersteller stehen in der Pflicht, nicht nur für Insassenschutz zu sorgen, sondern serienmäßig Assistenzsysteme zu verbauen, die Unfälle mit anderen Verkehrsteilnehmern vermeiden können.

 

In einem Beitrag von MDR Aktuell habe ich mich zu diesem Thema geäußert.

 

Bildquelle: Tama66/Pixabay.com