Bericht In Sachsen
11.10.2018

Nachhaltige Konzepte für den Strukturwandel in der Lausitz entstehen nur mit Bürgerbeteiligung

Anlässlich des heutigen Besuches der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung in Weißwasser und Spremberg habe ich gemeinsam mit den Sprecher*innen des Görlitzer Kreisverbandes, Annett Jagiela und Thomas Pilz, Vorschläge für eine aktive Beteiligungskultur im Strukturwandel-Prozess unterbreitet.

 

Wir halten es für einen Irrglauben, anzunehmen, dass die Konzepte für den Strukturwandel allein in den höheren Politik- und Verbandsetagen entwickelt werden können. Die Menschen in der Lausitz sind das größte Potential der Region. Auf ihre Teilhabe zu setzen, ist das politische Gebot der Stunde. So reicht es nicht, die Bürgerinnen und Bürger über die Ergebnisse der „ Kohlekommission" nur zu informieren. Wir brauchen für einen erfolgreichen Prozess ein Konzept für eine breite Bürgerbeteiligung. Deshalb schlagen wir unter Beteiligung der Zivilgesellschaft die Gründung einer Zukunftsstiftung Lausitz vor, die die Erarbeitung von Zukunftskonzepten und -projekten für die Bewältigung des Strukturwandels in der Lausitz anschiebt und koordiniert. Die Zukunftsstiftung könnte als tragende Struktur für einen dezentral organisierten Beteiligungsprozess stehen und dabei transparent und unabhängig von politischer Einflussnahme selbst Ausdruck von Beteiligung sein. Die Unabhängigkeit der Zukunftsstiftung Lausitz muss durch eine langfristige Finanzierung des Bundes abgesichert werden."

 

Das vollständige Positionspapier „Zukunft braucht Beteiligung - Beteiligung schafft Zukunft“ finden sie hier.

 

Bildquelle: pixabay.com/Semevent