Artikel In Sachsen
21.06.2019

Politik darf die Zivilgesellschaft in Ostritz nicht allein lassen

Wenn sich am Wochenende Nazigrößen aus ganz Deutschland in Ostritz zum sogenannten Sommerfest „Für die Selbstbestimmung aller freien Völker der Erde“ treffen, dann ist das nicht nur eine Angelegenheit der Ostritzer Bürgerinnen und Bürger und der Zivilgesellschaft in der Region. Die Politik ist gefordert, alle Möglichkeiten des demokratischen Rechtsstaates auszuschöpfen, um solche Treffen zu unterbinden. Was passiert in Ostritz? Es ist kein „Kulturevent", was die rechtsextreme Szene in Deutschland und Europa in Ostritz abhält, sondern eine höchstgefährliche Zusammenkunft von z.T. gewaltbereiten und zum Sturz unserer demokratischen Verhältnisse entschlossenen Rechtsradikalen. Neben dieser nationalen und internationalen Netzwerk- und Strukturbildung wird auch jede Menge Geld verdient, damit sich die Szene weiterhin finanzieren kann. Die nicht hoch genug zu lobende Zivilgesellschaft in Ostritz und in der Region, die innerhalb eines Jahres nun schon zum dritten Mal ganz selbstverständlich ihren kreativen Protest zeigt und klar macht, dass die Neonazis hier nichts zu suchen haben, darf nicht alleingelassen werden!