Bericht In Sachsen
29.06.2020

Rad zum Zug - Bike&Ride muss in Sachsen deutlich attraktiver werden

Die ADFC Sachsen – Studie zur Ausstattung der sächsischen Bahnhöfe mit Fahrradabstellanlagen ist erschreckend. Danach haben 60 % der sächsischen Bahnhöfe keine oder äußerst mangelhafte Abstellanlagen für Fahrräder. Nicht nur die großen kreisfreien Städte Chemnitz und Dresden schneiden mit Note 5 äußerst schlecht ab, auch viele kleine Gemeinden haben akuten Nachholbedarf bei der Verfügbarkeit und Ausstattung von Fahrradabstellanlagen.

Doch wer den Umweltverbund fördern will, muss das Fahrrad mitdenken. Dazu gehören nicht nur sichere Radwege, sondern auch sichere und praktische Abstellanlagen. Denn für die Wahl des Verkehrsmittels spielt gute Infrastruktur eine entscheidende Rolle. Insbesondere in den kleinen Gemeinden, wo der Anteil der Pendelnden groß ist, sind gute Fahrrad-Bedingungen besonders wichtig, als Voraussetzung für die Nutzung des Rads als Zug-Zubringer.

Umso wichtiger ist es nun, dass die sächsischen Kommunen die ADFC-Studie als Anstoß nutzen und die Förderprogramme des Bundes zur Finanzierung von Radabstellanlagen und die B&R Offensive der Deutschen Bahn aufgreifen. Auch hier hat der ADFC Sachsen zahlreiche Möglichkeiten vorgestellt, die Kommunen dabei unterstützen, Rad & Zug näher zusammenzubringen und auch in Sachsen deutlich attraktiver zu gestalten.

Die Studie des ADFC gibt es hier zum Nachlesen.