Presseecho Im Bundestag
30.04.2019

Rheinische Post: "Fernstraßen: 42 Grünbrücken auf 50.000 Kilometern"

Die Bundesregierung hat in den sechs Jahren seit 2013 an den insgesamt mehr als 50.000 Streckenkilometern der Autobahnen und Bundesstraßen lediglich 42 Grünbrücken für Tiere zur Überquerung fertiggestellt. Das geht aus der Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf meine kleine Anfrage hervor. Demnach wurde im Jahr 2018 nur an drei Stellen entlang der Autobahnen eine Überquerungsmöglichkeit für wandernde Tiere errichtet. 

 

Meine Kritik an der Tier- und Artenschutzpolitik der Bundesregierung hat u.a. die Rheinische Post (Print, 4) aufgegriffen. 

 

Für mich steht fest: Die Bundesregierung hat in den letzten Jahren für die Vernetzung von Lebensräumen von Tieren entlang der Bundesstraßen und Autobahnen viel zu wenig getan. Weil Grünbrücken fehlen, können Tiere die Straßen nicht überqueren, ohne sich und die Autofahrenden einer massiven Gefahr auszusetzen. Durch die Zerschneidung der Lebensräume wird die Artenvielfalt bedroht. Das selbst gesteckte Ziel der Bundesregierung für die Wiedervernetzung von Lebensräumen wird deutlich verfehlen. Es gibt viel zu wenig Grünbrücken. Verkehrsminister Scheuer überzieht die Republik wie kein anderer Minister vor ihm mit neuen Straßen. Der Natur- und Artenschutz kommt dabei völlig unter die Räder.

 

 

Bildquelle: pixabay.com/nockewell1