Presseecho Im Bundestag
09.10.2019

RND: „E-Fuels: Für die einen Hoffnungsträger, für andere ein Irrweg“

E-Fuels haben nur dort eine Berechtigung, wo die Elektromobilität an Grenzen stößt, also vor allem im Flug- und Schiffsverkehr. Im Pkw haben sie jedoch nichts verloren. Diese Ansicht habe ich gegenüber dem RedaktionsNetwerk Deutschland vertreten.

 

E-Fuels sind die teuerste und ineffizienteste Form klimafreundlicher Mobilität, denn für die gleiche Strecke benötigt das Auto mit E-Fuels unter dem Strich fünfmal so viel Strom wie das Elektroauto. Die Befürworter der stromfressenden E-Fuels sind dieselben, die gleichzeitig den Ausbau erneuerbarer Energien blockieren. Und ausgerechnet diejenigen, die zwischen Klimaschutz und bezahlbarer Mobilität einen Widerspruch zu konstruieren versuchen, setzen auf besonders teure synthetische Kraftstoffe. Während Elektrofahrzeuge schon heute verfügbar sind und zum Klimaschutz beitragen können, gibt es bislang nur Pilotanlagen für die Produktion von E-Fuels. Selbst Hersteller gehen davon aus, dass E-Fuels frühestens im Jahr 2025 im industriellen Maßstab zur Verfügung stehen. Für die Erfüllung der 2030er-Klimaziele werden E-Fuels daher kaum einen Beitrag leisten.

 

Bildquelle: IADE-Michoko/Pixabay.com