Presseecho
28.08.2019

Sächsische Zeitung: "Internet im Zug? Die Bahn lädt noch ..."

Die hektische Betriebsamkeit der sächsischen Staatsregierung kurz vor der Landtagswahl mit dem abgeschlossenen Pakt für „Zukunftssichere Mobilfunknetze in Sachsen“ mit Mobilfunkanbietern sowie den millionenschweren Breitband-Förderbescheiden zeigt, wie wenig bisher beim Breitbandausbau tatsächlich gelaufen ist. Schlimm sieht es auch bei der digitalen Schieneninfrastruktur aus, wo Innovationen auf Grund schlechter Abdeckung um Jahre aufgehalten und Menschen abgeschnitten werden. 

Denn viele Zugreisende in Sachsen werden auch in den kommenden Jahren mit schlechtem Internet leben müssen. Auf über 350 Kilometern stehen im Freistaat nicht einmal 6 Mbit/s zur Verfügung. Leider wird sich daran bis mindestens Ende 2022 wenig ändern, denn nur Strecken mit mehr als 2.000 Fahrgästen am Tag sollen für 50 Mbit/s ausgebaut werden. Für die Digitalisierung und Innovationen wären aber 100 MBit/s nötig, wie für die Autobahnen vorgesehen sind. Es kann nicht sein, dass der umweltfreundliche Verkehrsträger Schiene bei der Digitalisierung schlechter gestellt wird. 

Wenn Ministerpräsidenten Kretschmer und Wirtschaftsminister Dulig es tatsächlich ernst mit den zukunftssicheren Mobilfunknetzen in Sachsen meinen würden, hätten Sie sich dafür eingesetzt, dass die Anbieter den Mobilfunkausbau des Schienennetzes – auch jenseits der derzeit stark ausgelasteten Strecken – vorantreiben und die Weichen auch für die digitale Schieneninfrastruktur Richtung Zukunft gestellt werden.

Darüber berichtet heute die Sächsische Zeitung in der Print- sowie die Abo-Onlineausgabe.

Bildquelle: Pexels/pixabay.com