Presseecho
14.12.2018

Süddeutsche Zeitung: "Deutsche Bahn: Teure Pläne, wenig dahinter"

Die Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag das Ziel gesetzt, mit der Umsetzung des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) und des Deutschlandtakts bis 2030 die Fahrgastzahlen auf der Schiene zu verdoppeln. Mit dem „Zukunftsbündnis Schiene“ soll ein „Riesenschritt hin zu einer pünktlicheren und verlässlicheren Bahn und zum Wow-Effekt auf der Schiene“ erreicht werden, verkündete unlängst Verkehrsminister Scheuer. Dafür wurden im November weitere Bahnprojekte aus dem potenziellen in den vordringlichen Bedarf des BVWP hochgestuft.

 

Für die Umsetzung der Bedarfsplanmaßnahmen stehen 2019 im Bundeshaushalt 1,65 Mrd. Euro zur Verfügung. In der Antwort auf eine schriftliche Anfrage teilt die Bundesregierung nun mit, dass sich der Finanzbedarf zwischen 2019 und 2030, um alle laufenden, fest disponierten sowie die hochgestuften BVWP-Projekte zu realisieren, auf schätzungsweise 32 Mrd. Euro beläuft.

 

Fest steht: Drei Milliarden Euro für die Umsetzung von Aus- und Neubauprojekten wären jährlich erforderlich, wenn die Bahn im Jahr 2030 doppelt so viele Fahrgäste wie heute pünktlich und zuverlässig befördern und wenn mit dem Deutschlandtakt kürzere Fahrzeiten und bessere Verbindungen in allen Regionen Deutschland Standard sein sollen.

 

Meine Kritik an der Ankündigungspolitik des Bundesverkehrsministers, die nicht mit den notwendigen finanziellen Mitteln untersetzt ist, hat gestern die Süddeutsche Zeitung für ihre Berichterstattung aufgegriffen.

 

Bildquelle: pixabay.com/Didgeman