Pressemitteilung In Sachsen
17.01.2020

Totes Pferd „Staustufe Děčín“ nicht länger reiten

Die tschechische Regierung hat die Planungen für die Elbe-Staustufe Děčín abgebrochen. Ich begrüße den Abbruch der Umweltprüfung für die Staustufe Děčín ausdrücklich und hoffe das Projekt wird nun von der Tschechischen Regierung endgültig zu den Akten gelegt. Dass keine Ausgleichsmaßnahmen für diese massiven Eingriffe in die Natur gefunden werden konnten, überrascht mich nicht. Wir Grüne haben seit Jahren darauf hingewiesen, dass eine Kompensation nicht möglich ist. Eine erneute Prüfung wird auch künftig kein Umweltwunder vollbringen und die Tschechische Regierung ist gut beraten, das tote Pferd „Staustufe Děčín“ nicht weiter zu reiten.

 

Das Projekt ist es nicht wert, dass europäische Fördergelder darin versenkt werden. Stattdessen muss endlich eine wirklich zukunftsfähige Lösung für den länderübergreifenden Verkehr entwickelt werden. In Hinblick auf die zu erwartenden Trocken- und Niedrigwasserperioden, als Ausprägung des Klimawandels, ist die Binnenwasserstraße Elbe nicht der eignete Verkehrsträger für den zukünftigen Güterverkehr zwischen Deutschland und Tschechien. Stattdessen sollte die Priorität des länderübergreifenden Mobilitätskonzeptes auf der Schiene liegen.

 

Die Sächsische Zeitung berichtete im Abobereich darüber.

 

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