Pressemitteilung
13.01.2020

Transformation der Autoindustrie: „Made in Germany“ ist der Schlüssel für Arbeitsplätze und Wertschöpfung

Die Zahlen der Mobilitätskommission von Verkehrsminister Scheuer sind sicher zugespitzt, aber in der Sache trotzdem ein klarer Arbeitsauftrag an die Bundesregierung. Statt vergeblich auf eine Renaissance des Verbrennungsmotors zu warten, muss die Bundesregierung die Autobranche fit für Zukunftstechnologien wie die Elektromobilität und das automatisierte Fahren machen. „Made in Germany“ war schon immer ein Garant für technologische Spitzenqualität in der Autoindustrie, das muss auch bei der Elektromobilität gelten. Denn die Experteneinschätzung macht klar: Die deutsche Autoindustrie hat nur dann eine Zukunft, wenn sie beim internationalen Wettkampf um saubere Antriebe vorne mitspielt. Eine deutsche Autoindustrie, die jetzt nicht den Kopf in den Sand steckt, kann gestärkt aus der Transformation hervorgehen. Vernetztes und automatisiertes Fahrens sowie „Mobility as a Service“ mit neuen Mobilitätsdienstleistungen schaffen sogar neue Arbeitsplätze.

 

Die Arbeitnehmer bei Autobauern und Zulieferern brauchen jetzt Planungssicherheit und Qualifizierungsangebote. Die Bundesregierung muss deshalb eine Qualifizierungs-Kurzarbeit bei Autobauern und Zulieferern ermöglichen, um so die Chancen der Beschäftigten und der Betriebe vorausschauend zu verbessern. Nur so ist sichergestellt, dass die Weiterbildung und Transformation weder an fehlendem Geld, noch an fehlender Zeit scheitern. Die Arbeit der Bundesregierung zielt derzeit genau auf das Gegenteil: Mit Dieselsubventionen in Milliardenhöhe hält sie den Verbrennungsmotor künstlich attraktiv, obwohl die internationalen Märkte längst der Elektromobilität Vorfahrt einräumen. Mit ihrer Strategie der Technologieoffenheit verlangt die Bundesregierung den Autobauern zu viel ab, anstatt mit ihnen den Wandel hin zur Elektromobilität gezielt zu gestalten.

Hintergrund: Heute berichtete u.a. das Handelsblatt über die Ergebnisse der Nationalen Plattform „Zukunft der Mobilität“ (NPM), die die Arbeitsmarkteffekte der Elektromobilität untersucht hat. Demnach seien 410.000 Arbeitsplätzen bis 2030 auf Grund der Umstellung auf die Elektromobilität gefährdet. 

 

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