Presseecho
15.11.2018

WELT: "Das Märchen von der erfolgreichen Verkehrswende"

Die in Berlin vorgestellte Studie „Mobilität in Deutschland 2017“ macht deutlich: Trotz Dieselkrise und Umweltbedenken bleibt Deutschland ein Land der Autofahrer. Der Pkw bleibt mit drei Viertel der Personenkilometer das dominierende Verkehrsmittel.

 

Die Verkehrswende läuft offenbar in die verkehrte Richtung. denn: Die Autoflotte in Deutschland wächst auf gut 43 Millionen. Anders als bei der Vor-Erhebung 2008 kommt damit mehr als ein Auto auf jeden Haushalt. SUVs, Geländewagen und Vans haben ihren Anteil von zehn auf nun zwanzig Prozent sogar verdoppelt.

 

Meine Kritik an der auf das Auto fokussierten Verkehrs- und Haushaltspolitik der Bundesregierung hat u.a. die WELT aufgegriffen:

 

Der Nahverkehrs platzt in vielen Städten aus den Nähten, doch Verkehrsminister Scheuer pumpt auch im neuen Haushalt Milliarden in den Autoverkehr. Wir brauchen einen Mobilpass, um alle Verkehrsmittel bequem kombinieren und bezahlen zu können. Ohne zusätzliche Investitionen von jährlich einer Milliarde Euro in den Ausbau des Nahverkehrs bleibt die Verkehrswende im Stau stecken.

 

Ansonsten werden sich auch bei der nächsten Erhebung des Mobilitätsverhaltens in Deutschland die Prozentwerte wohl nur minimal verändern: Vor allem außerhalb der Städte bleibt das Auto mit großem Abstand der beliebteste Verkehrsträger. Während zumindest die Mobilität der jüngeren Generation weniger stark vom Auto geprägt, greifen ältere Menschen immer häufiger zum Zündschlüssel.

 

Bildquelle: pixabay.com/MichaelGaida