Bericht In Sachsen
06.03.2019

Wie Güter auf die Schiene kommen - Zu Besuch beim Logistik-Löwen der Lausitz

LKW-Kolonen verstopften Autobahnen. Besonders betroffen ist die A 4 östlich von Dresden. Der Gütertransport muss deshalb in einem viel größerem Umfang als bisher auf die Schiene verlagert werden. Einen Vorreiter in dieser Hinsicht habe ich am vergangenen Freitag in Forst (Brandenburg) besucht: die Lion-Group.

 

Bahn-, Land- und Seetransporte sind das Geschäft des Brandenburger Unternehmers Sven Noatzke. Container soweit das Auge reicht, dazwischen flexible Trailer- bzw. Containerstapler, die die Verladung von dem LKW auf die Bahn oder umgekehrt vornehmen. Was vor 16 Jahren als Unternehmen für Spezialtransporte nach Osteuropa begann ist heute ein großes Logistikunternehmen, welches schwerpunktmäßig den Transport von Fracht und Gütern an der Verbindungsstelle von Schiene und Straße organisiert. Das Unternehmen plant an einer neuralgischen Stelle ein Terminal: in Kodersdorf bei Görlitz an der deutsch/polnischen Grenze zwischen A4 und Niederschlesienmagistrale. Läuft alles nach Plan, ist im Spätherbst Start des neuen Logistikzentrums. In 24 Stunden können von Lion-Group bei einer Kapazität von 35 Trailer/Zug vier Züge be- bzw. entladen werden.

 

Bei dieser Größenordnung wird klar, wir brauchen viele Terminals, um den Straßengüterverkehr auf der A 4 sichtbar zu reduzieren. Hier muss Sachsen mit Polen zusammenarbeiten. Mit der im Dezember eröffneten Niederschlesischen Bahnmagistrale ist die notwendige Schieneninfrastruktur vorhanden.

 

Bildquelle: privat; zu sehen: Stephan Kühn und Sven Noatzke, Geschäftsführer LION-Group