26.06.2020

Zu Besuch bei zwei sächsischen Auto-Zulieferbetrieben: Eisengießerei Trompetter Guss und KOKI Technik

Der traditionsreiche Automobilstandort Sachsen steht vor dem wahrscheinlich tiefgreifendsten Strukturwandel in der Geschichte. Corona ist für viele kleinere und mittlere Zulieferbetriebe existenzbedrohend. Die eingebrochene Nachfrage erschwert notwendige Investitionen in klimafreundliche Zukunftstechnologien. Denn absehbar ist: der fossile Verbrennungsmotor ist ein Auslaufmodell. Der Wegfall des Verbrennungsmotors verlangt nach politischem Handeln. Die sächsische Politik steht vor der Aufgabe, die Transformation dieser wichtigen heimischen Branche zu unterstützen.

 

Zusammen mit meinem Landtagskollegen Gerhard Liebscher habe ich heute ganz bewusst zwei Zulieferbetriebe besucht, die derzeit noch abhängig vom Verbrennungsmotor sind: Die Chemnitzer Eisengießerei Trompetter Guss und KOKI Technik in Glauchau, die Getriebeteile herstellen. Die automobile Transformation soll in Sachsen erfolgreich verlaufen und Arbeitsplätze gesichert werden. Notwendig ist ein Schulterschluss von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gewerkschaften im Transformationsprozess. Deshalb haben wir im sächsischen Koalitionsvertrag vereinbart, einen strategischen Branchendialog zu starten und gemeinsam eine Automotive Strategie Sachsen auf den Weg zu bringen. Politik kann Innovationsgeist und unternehmerischen Mut nicht ersetzen, doch sie kann Rahmenbedingungen schaffen, um Wertschöpfung und Beschäftigung zu sichern.

 

Bildquelle: privat