Bericht In Sachsen
14.05.2019

Zu Besuch in der Euroregion Neiße mit Anna Cavazzini, sächsische Kandidatin fürs EU-Parlament

Europäische Identität lebt von engagierten Menschen, die den interkulturellen Austausch selbst in die Hand nehmen und transnationale Begegnungsorte schaffen. Auf welche Rahmenbedingungen treffen sie und mit welchen Problemen haben sie vor Ort zu kämpfen? Welche Rolle sollte und kann dabei die Politik einnehmen um lokale Akteure zu unterstützen? Diesen Fragen sind Anna Cavazzini, sächsische Kandidatin fürs EU-Parlament, und ich beim Besuch des Büros der Euroregion Neiße nachgegangen.

 

Die Kleinprojekteförderung der Euroregionen ermöglicht neue und lokale Möglichkeiten für Initiativen und Projekte vor Ort zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Der Geschäftsführer der Euroregion Neiße, Markus Köhler, berichtete von einer Vielzahl von Antragstellern, bereits jetzt sind die Budgets bis 2020 weitgehend ausgelastet. Das sind gute Nachrichten, zeugen sie doch von einer steigenden Kooperation und Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg. Um mehr Planungssicherheit und Kontinuität für die lokalen Akteure und Initiativen zu erreichen muss die Politik einheitliche Förderrahmenbedingungen länderübergreifend einführen. Grenzübergreifende Begegnung braucht Zeit.

 

Förderung muss dafür zukunftsorientiert und langfristig ausgerichtet werden. Im Gespräch mit Markus Köhler wurde weithin deutlich das die Euroregionen als Vernetzer und Kommunikator zwischen den Kommunen in den Ländern eine noch stärker gestaltende Aufgabe übernehmen könnten. Für das Dreiländereck ist die Kommunalgemeinschaft Euroregion Neiße jedenfalls nicht mehr wegzudenken und ein wichtiges Instrument zur grenzüberschreitenden Regionalentwicklung.

 

Bildquelle: eigenes Bild